Die Kreidefelsen

Besonders sehenswert sind die Kreidefelsen bei Stubbenkammern und Königsstuhl. Die Kreidesteilküste erreicht eine Höhe von bis zu 118 Metern. Die Gemälde von Caspar Friedrich David, einem Maler der Romantik, machten die Kreidefelsen berühmt.

Rügens Kreide zeichnet sich dadurch aus, dass sie besonders weiß und rein ist. Kreideabbau wird noch in Klementelvitz bei Sassnitz betrieben. Verwendung findet Kreide in der Herstellung von Farbe, Kitt, Medikamenten, Zahnpasta, Porzellan und in der Glassherstellung. Früher wurde Kreide zum Aufschreiben von Schulden verwendet, daher das Sprichwort "in der Kreide stehen".

Kreide beseht aus weichem zerreibbarem und abfärbendem kohlesauren Kalkstein. Kalkstein wiederum besteht überwiegend aus Mikrofossilien. Hauptmineral der Kreide ist der Kalkspat, weitere Bestandteile sind Ton (Kreidemergel), Glaukonit und Brauneisen. Terra Creta ist der Ursprung des Wortes Kreide. Terra Cota ist ein lateinisches Wort und bedeutet gesiebte Erde. Als Pate für diesen Namen standen die Kreidefelsen auf Rügen.

Vor 70 Millionen Jahren im Mesozoikum* schmolzen die Gletscher und es kam zu gewaltigen Überschwemmungen die bis an die Alpen reichten. Die Wasserläufe die in diesen Ozean mündeten, transportieren eine feine Kalkbrühe, die allmählich das Wasser bis zum Sättigungsgrad anreicherte. Zahllose Kleinstlebewesen (Schnecken, Krebse, Muscheln) bauten sich aus dem Kalk ihre Schalen und Panzer, nach ihrem Ableben sanken die Schalen und Panzer auf den Meeresgrund. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kalkschlammschicht bis zu 400 Meter dick. Durch tektonische Verschiebungen kam sie wieder an die Oberfläche.

*Mesozoikum = das paläoontologisch bestimmte Erdmittelalter

Die Aussichtsplattform auf dem Felsen selbst bietet keinen sehr schönen Ausblick. Besser wenn man sich zur nur wenige Minuten entfernten Victoria-Sicht begibt. Den besten Blick hat man allerdings von der Meerseite aus, auf einem Schiff.

Kreidefelsen Kreidefelsen Kreidefelsen

kreidefelsen.org




© 2014 kreidefelsen.org